SPD Tüßling im Landkreis Altötting

TT 28.11.09: Gold für Seban Dönhuber

Veröffentlicht am 29.11.2009 in Presse
Quelle: Trostberger Tagblatt
Die Präsidentin des Bayerischen Landtages, Barbara Stamm, überreichte Seban Dönhuber gestern die Verfassungsmedaille in Gold.

Von Karlheinz Kas
Altötting / München. Der Altöttinger Alt-Landrat Seban Dönhuber hat gestern in München die Bayerische Verfassungsmedaille in Gold erhalten. In der Begründung heißt es: „Er hat jahrzehntelang als Volksvertreter in Landtag und Senat und als Landrat für die Interessen der Bürger gearbeitet. Die Schwächeren in der Gesellschaft lagen ihm besonders am Herzen.“

Der am 14. Januar 1934 in Neuötting geborene und auf den altbayerischen Vornamen Sebastian getaufte Dönhuber war ein armes Arbeiterkind, dem zeitlebens nichts in den Schoß fiel. Als Schriftsetzer trat Seban in die Gewerkschaft ein, stieg in leitende Positionen auf und machte in der SPD Karriere.

Der Jugendleiter der Gewerkschaft wurde Kommunalpolitiker: Stadtrat und zweiter Bürgermeister in Neuötting, Kreisrat und Bezirksrat. 1966 gelang ihm ein Doppelschlag: Im Frühjahr wurde er zum ersten Bürgermeister von Neuötting gewählt und im Herbst über die Liste zum Landtagsabgeordneten der SPD. Er hatte nicht gegen den Mitbewerber von der CSU gekämpft, sondern für Zweitstimmen, damit der Landkreis im Chemiedreieck Töging, Gendorf, Garching und Burghausen mit zwei Mandaten im Landtag vertreten ist.

Dönhuber überzeugte durch seine ruhige Art, seine Sachkompetenz und pragmatische Kompromissfähigkeit. Ob bei der Gründung eines Landkreisgymnasiums, der Zusammenlegung von drei Krankenhäusern oder beim Bau eines modernen Müllkraftwerkes – er setze sich durch, weil er offen argumentierte und Rückgrat zeigte.

Dies hat wohl auch den Ausschlag dafür gegeben, dass er nicht nur am 11. Januar 1970, drei Tage vor seinem 36. Geburtstag, die Landratswahl gewann, sondern mit oder ohne Gegenkandidaten später bis zu 95 Prozent erreichte. Fünf weitere Male stellte er sich zur Wahl, fünf weitere Male schenken ihm die Bürger des Landkreises ihr Vertrauen. Rekord in Bayern! Der königlich-bayerische Sozialdemokrat, der 30 Jahre mit einer CSU-Mehrheit den Landkreis regierte, zog auch in den Bayerischen Senat ein. Bereits zu seinem 60. Geburtstag wurde ein Buch über ihn geschrieben – mit dem stolzen Titel „Vom Arbeiterkind zum Senator“. Im Dezember 2000 gab Dönhuber – einigermaßen überraschend – seinen Rücktritt bekannt. Dass die gesundheitlichen Gründe, die er für seinen Rückzug nannte, nicht vorgeschoben waren, zeigte sich zwei Monate nach Amtsende, als er Herzattacken erlitt. Nach mehreren Operationen ist er aber bis heute fit. Nach wie vor engagiert er sich sozial bei AWO, wo er Ehrenvorsitzender ist, bei BRK und anderen Wohlfahrtsorganisationen. Dafür hat er auch das Dürnitzforum in Burghausen ins Leben gerufen.

Die Bayerische Verfassungsmedaille wurde am 1. Dezember 1961 vom damaligen Landtagspräsidenten Rudolf Hanauer gestiftet. Sie gehört zu den staatlichen Auszeichnungen, die im Freistaat Bayern am seltensten verliehen werden. Die Medaille trägt auf der Vorderseite die Inschrift „Bayerische Verfassung” mit den Jahreszahlen 1818, 1919, 1946 und auf der Rückseite das große Bayerische Staatswappen. Die Medaille wird vom bayerischen Landtag an Personen verliehen, die sich um die bayerische Verfassung verdient gemacht haben.

Die Bayerische Verfassungsmedaille in Silber erhielt unter anderem Dr. Peter Ramsauer, Bundesminister für Verkehr, Bau- und Stadtentwicklung, Mitglied des Bundestages, aus Traunwalchen.

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