SPD fordert von der Bahn gleichwertigen Ersatz am Übergang Kellerstraße

Veröffentlicht am 22.05.2013 in Kommunalpolitik

Wenige Tage nur nach dem Nein des Eisenbahnbundesamts zur so genannten „großen Lösung“ am Bahnübergang Kellerstraße hat die Tüßlinger SPD die Situation an der Ausbaustrecke einer Delegation um den Abgeordneten im Bayerischen Landtag Bernhard Roos gezeigt. Roos ist Mitglied im Ausschuss des Bayerischen Landtags für Wirtschaft, Infrastruktur, Verkehr und Technologie.

„Wenn die Vorstellungen der Bahn verwirklicht werden, wird die Siedlung Neue Heimat vom Tüßlinger Ortskern abgeschnitten“, sagte SPD-Marktgemeinderat Lothar Liebwein, der den Besuch organisiert hatte. „Das können und werden wir im Sinne der Tüßlinger Bürger nicht zulassen.“ Liebwein kündigte an, sich dafür einzusetzen, dass die Bahn an der Kellerstraße einen gleichwertigen Ersatz für den bisherigen schienengleichen Übergang schafft. Zu Besuch in Tüßling waren neben dem SPD-Landtagsabgeordneten die Bundestagskandidatin Anette Heidrich, der Mühldorfer Bürgermeister und Landtagskandidat Günther Knoblauch sowie der Kreisvorsitzende der SPD Franz Kammhuber. Die Teilnehmer des Ortstermins kritisierten die Planungen der Bahn, die als „große Lösung“ ein Bauwerk mit einer Durchfahrtshöhe von 5,50 Metern vorgeschlagen habe. „Das treibt gewaltig die Kosten“, sagte Liebwein. Nach Auffassung des Marktgemeinderates reicht an dieser Stelle eine Unterführungshöhe von 4,50 Metern aus. Dadurch könnten, so Liebwein, Baukosten über eine Million Euro gespart werden. Während eine Geh- und Radfahrer-Unterführung die Marktgemeinde Tüßling rund 250.000,-- EURO kosten würde, wäre nach seiner Rechnung eine Unterführung mit einer niedrigeren Durchfahrtshöhe für den Markt nur etwa 150.000 Euro teurer. Liebwein erinnerte daran, dass Tüßling von Seiten des bayerischen Innenministers sowie von Landrat Erwin Schneider erhebliche Zuschüsse für die „große Lösung“ in Aussicht gestellt worden seien. Somit wäre sie für alle Beteiligten tragbar und insgesamt wirtschaftlich. Liebwein machte bei dem Gespräch für die SPD-Fraktion deutlich, dass Tüßling gegenüber der Bahn auf seinem Recht bestehen müsse, an der Kellerstraße einen adäquaten Ersatz für den bisherigen Übergang zu erhalten. Es könne nicht sein, dass die Bahn vom Ausbau profitiere und die Tüßlinger Bürger die Zeche zahlen müssten. „Wir dürfen uns hier nicht mit Kompromiss-Lösungen abspeisen lassen!“ Der Vorschlag der Bahn, Pkws bis zur Pollinger Straße umzuleiten und Fußgängern und Radfahrern erst am Bahnhof eine Bahnsteigunterführung anzubieten, sei für die rund 600 Bewohner der Siedlung nicht akzeptabel. Landtagskandidat Günther Knoblauch meinte man müsse unbedingt eine Kompromisslösung finden, da man Tüßling mit der „kleinen Lösung“ klar teilen und zerschneiden würde. Liebwein erinnerte an die Schulkinder und die älteren Bürger der Hugo-Ermer Siedlung, die zur Schule und zur Nahversorgung ins Ortszentrum kommen. Abschließend waren sich alle Beteiligten einig, dass es sich beim Bahnausbau um eine Jahrhundertentscheidung für die Marktgemeinde handle und Tüßling daher im Interesse der Bürger deutlich auf seinen Interessen bestehen müsse. Der Abgeordnete Bernhard Roos versprach, dass er an das Eisenbahnbundesamt, Bayerns Innenminister und an den bayerischen Wirtschaftsminister schreiben werde. Foto Henghuber: Der Landtagsabgeordnete Bernhard Roos (re.) am Tüßlinger Bahnhof im Gespräch mit (v.l.) Bundestagskandidatin Anette Heidrich, Gemeinderätin Erika Henghuber, SPD-Kreisvorsitzendem Franz Kammhuber, Landtagskandidat Günther Knoblauch und den Gemeinderäten Peter Gottschaller und Lothar Liebwein.

 

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