Pressemitteilung des Landtagsabgeordneten Günther Knoblauch vom 17.11.2016

Veröffentlicht am 17.11.2016 in MdB und MdL

Günther Knoblauch (rechts) im Gespräch mit AkteurInnen der Frauennothilfe -Foto: SPD

Gewalt gegen Frauen in jeder Gemeinde und jeden Tag

Frauennothilfe ist akute Hilfe Schutzbedürftiger und gesamtgesellschaftliche Präventionsarbeit – MdL Günther Knoblauch (SPD) erörtert mit Akteuren der Frauennothilfe Handlungsbedarfe

Täglich kommen im Schnitt geschätzt zwei Frauen ins Frauenhaus und suchen dort Hilfe – viele müssen abgewiesen werden, weil die Kapazitäten nicht ausreichen. Landtagsabgeordneter Günther Knoblauch (SPD) hat Akteure aus vier Landkreisen zu einem Gespräch über den dringend nötigen Handlungsbedarf eingeladen. VertreterInnen von Frauenhäusern, von Beratungsstellen, des Opferschutzes (Weißer Ring), vom Kinderschutzbund, dem Jugendamt und auch der Staatsanwaltschaft waren gekommen. Dabei kam deutlich hervor: Frauennothilfe ist akute Hilfe Schutzbedürftiger und geht damit jeden einzelnen an. Und es ist noch viel mehr: Es ist Präventionsarbeit und zwar in mehrerlei Hinsicht. Kinder, die häusliche Gewalt mitbekommen, werden mit großer Wahrscheinlichkeit selbst gewaltbereit oder auch Opfer von Gewalt, wenn sie nicht professionelle Hilfe und Unterstützung bekommen. Aber auch der gesamtgesellschaftliche Schaden ist immens. Erhalten gewaltbetroffene Frauen keine angemessene Hilfe, so ist dies mit hohen Folgekosten verbunden: Folgekosten im Gesundheitssektor für psychosoziale Unterstützung, Kosten bei Polizei und Justiz, wenn es zu Übergriffen und Straftaten kommt, aber auch in volkswirtschaftlicher Hinsicht, denn gewaltbetroffene Frauen ohne Unterstützung werden auf Dauer nicht arbeiten können, sondern sind auf soziale Unterstützung angewiesen, womit gleichzeitig auch Steuereinnahmen verloren gehen.

 

In jeder Gesellschaftsschicht und überall, in jeder Gemeinde werden Frauen geschlagen und missbraucht, sie verlieren ihre Zukunft und sind von Armut bedroht. Kinder sind ebenfalls direkt betroffen oder sekundär, durch das Miterleben von ausgeübter Gewalt. Auch Männer sind von Gewalt bedroht, wobei Frauen weitaus häufiger betroffen sind.

 

„Jeder investierte Euro in die Prävention ist ein gut investierter Euro, weil wir damit Folgekosten vermeiden. Dies ist die rein sachliche Sicht, aber das Thema ist nicht nur rein sachlich: Als Mensch ist es unsere gesellschaftliche Verantwortung, dass wir für unsere schutzbedürftigen Mitmenschen sorgen. Ich habe großen Respekt vor der Arbeit der Frauenhäuser, der Beratungs- und Interventionsstellen und des Opferschutzes, denn die Probleme und das Leid sind groß und überall fehlt es an Geld und Zeit, um angemessen zu helfen. Dies hat uns vor kurzem sogar eine Studie belegt.“, so Günther Knoblauch. Der Abgeordnete fordert mit seiner Fraktion deshalb folgende Verbesserungen:

 

  • Ausbau der Frauenhausplätze schrittweise um 35 Prozent
  • Ausbau von Übergangswohnungen und Wohnprojekten für Frauen nach dem Frauenhausaufenthalt
  • Überarbeitung der Bayerischen Richtlinien für Frauenhäuser und Frauennotrufe im Hinblick auf die personelle Ausstattung von Frauenhäusern, Fachberatungsstellen/Notrufen und Interventionsstellen
  • Erhöhung des Personals der Frauenhäuser, um auch Aufgaben erfüllen zu können, die zur Zeit nicht abgedeckt sind, z.B. für die wichtige Arbeit mit Kindern
  • Erhöhung der Regelaufenthaltsdauer im Frauenhaus von 6 Wochen auf 3 Monate
  • Schaffung von barrierefreien Angeboten für Frauen, die zur Zeit noch wenig erreicht werden, wie geflüchtete Frauen, Frauen mit Migrationshintergrund und Frauen mit Behinderungen oder Suchterkrankungen
  • Konzepte für präventive Maßnahmen, die langfristig die Entstehung von Gewalt verhindern

 

Knoblauch kündigte weitere Gespräche an, denn wichtig ist auch die Enttabuisierung und Öffentlichkeitsarbeit. „Es ist gut, wenn auch mal alle Akteure an einem Tisch sitzen, damit die Zusammenarbeit intensiviert werden kann und die Wege kürzer werden. Außerdem muss das Thema in die Köpfe der breiten Öffentlichkeit, denn es geht jeden an und jeden kann es treffen.“

 

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Günther Knoblauch (rechts) im Gespräch mit AkteurInnen der Frauennothilfe

 

 

 

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