PNP 11.11.15: "SPD steht zur Wasserkraft"

Veröffentlicht am 14.11.2015 in Lokalpolitik

Im Krafthaus in Töging: Natascha Kohnen, umringt von Franz Kammhuber (von links), Günter Zellner, Marco Harrer, Robert Wührer, Georg Loy und Werner Noske. Foto: Brandl

Energiepolitische Sprecherin im Landtag, Natascha Kohnen, in Töging

Töging. "Imposant!" – Auf diese kurze Formel hat die Landtagsabgeordnete Natascha Kohnen gestern Nachmittag ihre Eindrücke der Wasserkraftanlagen in Töging gebracht. Auf Einladung des SPD-Kreisverbandes war die energiepolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion zu Besuch bei den "Verbund"-Innkraftwerken.

Natascha Kohnen, die auch Generalsekretärin der Bayern-SPD ist, sagte am Rande ihrer Visite, die Bayern-SPD stehe klar zur Wasserkraft. Ihr Besuch in Töging bestärke sie in dem Vorhaben, der SPD-Bundesspitze in Berlin die Bedeutung dieses Energiesektors noch deutlicher zu machen. Der Wasserkraft müsse im Energiemix noch mehr Gewicht zukommen. Gerade für Bayern spiele diese Art der Energieerzeugung eine immense Rolle. Sie erhoffe sich, dass auch von der bayerischen Staatsregierung dafür noch stärkere Impulse in Richtung Bundespolitik ausgesandt würden. Halb im Scherz meinte sie, es wäre gut, wenn auch ein führender Genosse aus der Bundes-SPD mal nach Töging käme. "Wenn der Bundeswirtschaftsminister zusagt, nehmen wir dankend an!", meinte dazu SPD-Stadtrat Günter Zellner mit Blick auf den SPD-Bundesvorsitzenden Sigmar Gabriel.

Überrascht zeigte sich Natascha Kohnen davon, mit wie wenig Mitarbeitern die Arbeit im "Verbund"-Verwaltungsgebäude in Töging an der Werkstraße erledigt wird. Dadurch entstehe große Nähe zu den Kunden. Bei ihren Besuchen bei anderen Energieversorgern habe sie festgestellt, dass diese teilweise die fünffache Anzahl von Mitarbeitern in der Verwaltung hätten. Begleitet wurde Natascha Kohnen auf Parteiseite vom SPD-Unterbezirksvorsitzenden Franz Kammhuber, dem Töginger Ortsvorsitzendem Marco Harrer sowie dessen Stadtratskollegen Werner Noske und Günter Zellner. Durch die Kraftwerksanlagen geführt wurden sie von Robert Eder, dem Kraftwerksmeister für Töging und Erharting. Im Verbund-Verwaltungsgebäude gaben Ing. Robert Wührer, Leiter Technik Inn und Georg Loy, zuständig für den Bereich Bau, Einblick in die Unternehmensstrukturen und aktuelle Vorhaben des Unternehmens. Nach Wührers Worten betreibt Verbund-Wasserkraft 14 Kraftwerke am bayerischen Inn, hat knapp 200 Mitarbeiter und investiert jährlich 15 bis 20 Millionen Euro in Betrieb und Instandsetzung seiner Anlagen. 1,8 Millionen Haushalte würden mit Strom versorgt. Breiten Raum nähmen bei allen Verbund-Vorhaben ökologische Aspekte ein.

Momentan stehen wie mehrfach berichtet die geplanten Kraftwerksneubauten in Jettenbach und Töging im Mittelpunkt. Die Genehmigungsunterlagen wurden Mitte Oktober eingereicht, man hoffe, dass im Herbst 2016 der Bescheid ergehen und 2017 die Maßnahme starten könne.
- afb

 

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